DHZ 02/2016

Ausgabe 02/2016

Lesen Sie im Titelthema „Später Schwangerschaftsabbruch und Fetozid“ über das Dilemma der Entscheidung und Begleitung • wie viel ungesagt bleibt • eine spezielle Station im dänischen Arhus.

Im zweiten Heftteil über die äußere Wendung bei BEL • die Definition einer „aufrechten“ Gebärhaltung • das neue Präventionsgesetz.

Inhalt

Einwurf

Dr. Helmut Jäger

„Kann es nach der Geburt zu viel Liebe geben?“ Nach einem Vortrag über frühkindliche Hirnentwicklung fragte mich dies eine Zuhörerin. Sie wollte wissen, ob sich ein zu intensives Bindungsverhalten der Mutter nachteilig auf die ...

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Editorial

Im ethischen Konfliktfeld arbeiten
Dr. Angelica Ensel

Den späten Abbruch zu begleiten ist eine der größten Herausforderungen für die Berufsgruppen in der Geburtshilfe. Bei dieser Arbeit gibt es keine einfachen Lösungen. Im Prozess der Entscheidung gegen das Leben ihres Kindes haben ...

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Thema: Später Schwangerschaftsabbruch und Fetozid

Eine Fallgeschichte, beschrieben von einer österreichischen Hebamme, zeigt den tiefen Gewissenskonflikt und die Schuldgefühle einer Frau nach Fetozid. Die begleitende Hebamme wird Zeugin einer schweren Krise, die auch sie selbst ...

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Dr. med. Babett Ramsauer

Hinter dem späten Abbruch einer Schwangerschaft steht immer ein existenzieller Konflikt: Die Eltern müssen eine schwerwiegende Entscheidung fällen. Aber auch die betreuenden ÄrztInnen, die den Abbruch begleiten, sind mit den ...

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Dr. Angelica Ensel

Wie spricht man über ein Geschehen, das mit dem größten Tabu menschlicher Gemeinschaften verbunden ist, dem Töten? Wie über eine Praxis sprechen, bei der sich alle Beteiligten schlecht fühlen? Über Situationen, in denen über Leben ...

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Annemarie Maurer | Gabriele Nüßlein

Die Klinikseelsorge ist gefragt, wenn Eltern nach einer pränatalen Diagnose entscheiden müssen, ob sie ihr behindertes oder vielleicht nicht lebensfähiges Kind austragen oder abtreiben lassen wollen. Seelsorge im Kontext des ...

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Marlen Hugentobler

Im Sommer 2015 hat ein Paar die Erstberatung der Hebamme und Trauerbegleiterin Ursula Burren von der Frauenklinik in Bern in Anspruch genommen. Die beispielhafte Geschichte zeigt die Arbeitsweise und den Wert der Trauerbegleitung. ...

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Marlen Hugentobler

Zwei Hebammen mit der Zusatzausbildung zur Lebens- und Trauerbegleiterin stehen in der Frauenklinik des Universitätsspitals Bern zur Verfügung. Sie bieten eine Erstberatung für Eltern, die die Gewissheit haben, dass ihr Kind ...

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Franziska Maurer

Die Nachricht einer schwerwiegenden Diagnose ihres ungeborenen Kindes erschüttert die Eltern und löst eine tiefe Verunsicherung aus. Die innere Not und der Druck von außen, etwas entscheiden zu müssen, lässt sie oft den Bezug zu ...

Leseprobe
Malene Grene Sich

Eine dänische Hebamme berichtet von ihrer Arbeit auf einer kleinen geschützten Station, die auf peripartale Verluste spezialisiert ist. Hier finden die Paare einen geschützten Raum, Zeit und vielseitige Unterstützung, um schwere ...

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Katja Baumgarten

Eine Wiener Hebamme, Psychotherapeutin und Trauerbegleiterin erzählt von ihrer Wochen­bettbetreuung bei Frauen, die sich zu einem späten Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, manchmal mit Fetozid. Schon bei der ersten ...

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Matthias Diefenbacher

Späte Schwangerschaftsabbrüche stellen dann ein strafrechtliches Problem dar, wenn unklar ist, ob es sich bei der Tat „noch“ um einen Schwangerschaftsabbruch oder „schon“ um ein Tötungsdelikt handelt. Zur Beurteilung der ...

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Dr. Oliver Tolmein

Öffentlich wird kaum über späten Schwanger­schafts­abbruch und Fetozid gesprochen. Doch die Zahlen der späten Abbrüche steigen. Den rechtlichen Rahmen bildet das Strafrecht mit dem Paragrafen 218 und seinen Grauzonen, die ...

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Sandra Lohrey

Nur ein sehr kleiner Teil der Eltern bekommt schlechte Nachrichten nach pränataler Diagnostik. Alle Eltern sind jedoch mit der Entscheidung konfrontiert, ob und welche vorgeburtlichen Untersuchungen sie in Anspruch nehmen wollen. ...

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Schwangerschaft

Beate Ramsayer

Befindet sich das Kind vor der Geburt in Beckenendlage, kann die äußere Wendung eine Option sein. Deren Möglichkeiten sollten Hebammen gut kennen, um Frauen umfassend aufklären zu können und ihnen damit eine informierte ...

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Geburt

Peggy Seehafer | Dr. Sara Kindberg

Der Begriff aufrechte Gebärhaltung wird zwar inflationär verwendet, ist aber bisher nur unzureichend definiert. Das erschwert die Vergleichbarkeit von Studienergebnissen, zum Beispiel zu Geburtsdauer und -verletzungen.

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PD Dr. med. Sven Kehl | Dr. med. Jutta Heimrich | Dr. med. Ulf Dammer | Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann | PD Dr. med. Florian Faschingbauer

In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland vermehrt Ballonkatheter zur Geburtseinleitung eingesetzt. Was genau steckt dahinter? Handelt es sich hier um eine neue Errungenschaft oder um etwas Altbewährtes?

 

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Medizin & Wissenschaft

Dr. Helmut Jäger

Auf den Anfang kommt es an. Das gilt auch für die Phase der frühkindlichen Entwicklung des Nerven- und Immunsystems. Störungen der Kommunikation zwischen Mikrobiom und Immunsystem sind in dieser Zeit besonders gefährlich. Läuft ...

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Recht

Mirjam Peters

Mehr Geld soll nach dem neuen Präventionsgesetz in die gesundheitliche Vorsorge fließen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Verhaltensprävention. Soziale Aspekte, die die Gesundheit des Einzelnen bestimmen, geraten dabei ins ...

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Weiterbildung & Kongresse

Peggy Seehafer

Anfang November trafen sich ExpertInnen in Potsdam zum 4. Interdisziplinären Beckenbodenkongress. Auch – die nur wenig vertretenen – Hebammen konnten hier aus dem vielseitigen Programm zur Funktion und Dysfunktion des weiblichen ...

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Dr. Angelica Ensel

Mit einem dicht gefüllten Programm präsentierte der Verbund Hebammenforschung auf seiner Internationalen Fachtagung am 27. November 2015 in Osnabrück eine beeindruckende Fülle aktueller Forschungsergebnisse zur geburtshilflichen ...

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