DHZ 07/2019

Ausgabe 07/2019

Lesen Sie im Titelthema „Sprechen als Hebammenhandwerk“ von der Wirkmacht der ersten Worte der Hebamme über das Kind • über das dialogische Aufdecken von Ressourcen der Frau • ein Hamburger Erzählcafé zur Zukunft der Geburtshilfe • Gebärdensprache.

Außerdem im Heft: die Latenzphase • „Windelfrei“ als Weg zur frühen Reinlichkeit • die europäischen Perinataldaten mit dem Fokus auf die Müttergesundheit.

Immer in der DHZ

Zum 1. April 2020 ist die neue S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin geplant. Was erhoffen Sie sich davon für die praktische Arbeit?

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Julia Steinmann

Zum Rotwerden ist das schon manchmal, mit Hebammen beim Abendessen oder in der Kneipe zu sitzen. Wir haben so viel zu tun mit spannenden und stillenden Brüsten, mit Ausscheidungen jeglicher Art, mit Frauen und ihren ...

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Editorial

Welche Botschaft kommt an?
Dr. Angelica Ensel

Es beginnt mit der Anamnese und der Frage, wie wir das Gespräch mit der Schwangeren eröffnen. Ob wir mit der Abfrage von Daten oder medizinischen Aspekten beginnen, oder ob wir fragen: »Wie geht es Ihnen mit Ihrer ...

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Thema: Sprechen als Hebammenhandwerk

Die ersten Worte der Hebamme können prägend sein: zunächst für die Eltern, die ihr Kind in diesem Licht sehen und mit ihm umgehen. Später auch für dessen Selbstbild und Verhalten. Gedanken über eine erste

"verbale Intervention".

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Liz Lorenz Wallacher

Menschen verständigen sich über unterschiedliche Kanäle – dabei werden viele Signale unbewusst ausgesendet und empfangen.

Während der Wehen befinden sich Frauen häufig in einem erweiterten Bewusstseinszustand – wie in Trance. Sie ...

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Dr. Maria Anna Möst

Der Philosoph Sokrates verglich eine gute Gesprächsführung zwischen Lehrenden und Lernenden mit der Hebammenkunst: Verborgene Erkenntnisse kommen demnach wie Kinder mit einer gekonnten Geburtshilfe aus eigener Kraft ans Licht. ...

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Tara Franke

Die Geburtshilfe hat anatomische Begriffe der Medizin übernommen, im Laufe der Zeit aber auch eigene entwickelt. So entstand eine Fachsprache, die mal sehr präzise, mal umschreibend und gelegentlich auch sehr bildhaft ausdrückt, ...

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Bettina Salis

In Hamburg trafen im vergangenen Herbst engagierte Menschen in einem Erzählcafé zur Zukunft der Geburtshilfe zusammen. In moderierten Gruppen debattierten sie über ihre Wünsche, formulierten gemeinsame Ziele und verhandelten über ...

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Margarita Klein

Ein Kind zu bekommen, ist nicht immer nur mit Freude verbunden.

Die neue Lebenssituation kann für die Frauen und ihre PartnerInnen auch Schwierigkeiten mit sich bringen – dann ist ein gutes Konzept zur Mobilisierung der eigenen ...

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Agnes Rieder

Die sogenannte anekdotische Evidenz gilt in Fachkreisen als weniger valide, verglichen mit statistischer, ExpertInnen- oder kausaler Evidenz. In einer beziehungsorientierten Beratung jedoch kann sie große Überzeugungskraft ...

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Stefanie Heer

Eltern von früh- oder schwer krank geborenen Kindern leiden unter unklaren Entwicklungsprognosen. Die Krise kann für die Familien zur Zerreißprobe werden. Der Austausch fällt schwer, allzu oft entsteht Sprachlosigkeit. Hebammen ...

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Sarah Manteufel

Was ist, wenn in der Schwangerschaft nicht »alles in Ordnung« scheint?

Wie äußern ÄrztInnen den Verdacht, dass ein ungeborenes Kind behindert sein könnte? Eine Mutter erzählt von der Bedeutung der Kommunikation in der ...

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Irene Meyer

 

 

Eine gehörlose Frau und ihre Familie rund um die Geburt ihres Kindes zu begleiten, braucht Verständnis für ihre Situation und ihre Kompetenzen. Und das Bewusstsein für die eigene Körpersprache, in der vieles schon angelegt ...

Leseprobe

Geburt

Tara Franke

Frauen in der Latenzphase brauchen einen Rückzugsraum und Ruhe. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht. Auch die Diagnose »Geburtsstillstand« existiert in dieser Übergangsphase nicht.

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1. Lebensjahr

Birgit Heimbach

Das Zentrum für Primäre Prävention und Körperpsychotherapie (ZePP) von Thomas Harms bezieht sich auf den Arzt und Sexualforscher Wilhelm Reich. Wer war dieser Mann, der eine Lebenskraft namens Orgon entdeckt zu haben glaubte und ...

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Rita Messmer

Die Biologie hat vorgesorgt, sie kennt einen besseren Weg als Windeln: Einerseits zeigen Babys in den ersten drei Monaten, wenn sie ausscheiden müssen. Andererseits können die Eltern ihnen frühe Reinlichkeit beibringen, indem sie ...

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Beruf & Praxis

Katja Baumgarten

Das Hebammengesetz von 1985 soll modernisiert werden und auch die vollständige Akademisierung der Hebammen festschreiben. Die Beirätin des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) für den Bildungsbereich, Yvonne Bovermann, nimmt Stellung ...

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Wissenschaft & Forschung

Dr. Katja Stahl

Der European Perinatal Health Report (EPHR) vergleicht Daten rund um die Gesundheit von Müttern und Kindern in Europa. Nach der perinatalen Gesundheit von Neugeborenen geht es im zweiten Teil des Beitrags um die Mütter: Ihre ...

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Aus- und Weiterbildung

Jutta Ott-Gmelch

Entscheidungen über Leben und Tod der Kleinsten unter den Frühgeborenen standen im Fokus der interdisziplinären Tagung »Neonatologie im Wandel« in München. Selbstkritische FachärztInnen verdeutlichten: Die Eltern können komplexe ...

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