Populationsbasierte Studie

Antibiotika-Verordnungen gehen zurück

In der Zeit von 2010 bis 2018 sind in Deutschland die Verordnungen von Antibiotika durch niedergelassene ÄrztInnen für alle Altersgruppen signifikant zurückgegangen. Das ergab die sogenannte Versorgungsatlas-Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung.

Während 2010 noch 526 Verordnungen pro 1.000 Versicherte ausgestellt wurden, waren es nur noch 446 pro 1.000 in 2018. Besonders stark war der Rückgang mit 41 % bei den Kindern und Jugendlichen zwischen null und 14 Jahren. Dabei wurde bei Neugeborenen und Säuglingen der stärkste Rückgang beobachtet. Die Zahl der Verordnungen hat sich beinahe halbiert (- 49 %). Die Region mit den höchsten Verordnungen (Saarland: 575 pro 1.000) lag bis zu 1,8-mal über der Region mit dem geringsten Verbrauch (Sachsen: 317 pro 1.000).

Quelle: Holstiege J et al.: Die ambulante Anwendung systematischer Antibiotika in Deutschland 2010–2018. Eine populationsbasierte Studie. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Versorgungsatlas-Bericht 2019. Nr. 19/07 DHZ

Rubrik: Medizin & Wissenschaft

Erscheinungsdatum: 14.10.2019