Forschung zur Wirkung von Düften

Babyduft gegen Depressionen?

  • Babydüfte und Psychopharmaka scheinen eine ähnliche Wirkung zu haben.

  • Der Duft eines Neugeborenen hat einen positiven Effekt auf das Belohnungszentrum im Gehirn seiner Eltern, was dazu führt, dass sie sich glücklich und ausgeglichen fühlen. Der Biologe Johan Lundström, der am Karolinska Institutet in Stockholm zu Gerüchen forscht, kam durch den Duft seiner eigenen Tochter auf die Idee, danach zu suchen, was genau am Duft des Babys diese positiven Gefühle auslöst.

    In einer Untersuchung wurden 30 Frauen gebeten, an der Mütze von Neugeborenen zu schnuppern, während gleichzeitig ihre Gehirnfunktionen registriert wurden. Auch andere Düfte wurden darunter gemischt. Es scheint so zu sein, dass der Duft von Babys den gleichen Effekt aufweist wie die psychotropen Medikamente, die bei mentalen Erkrankungen verschrieben werden.

    Die ForscherInnen hoffen nun darauf, ein Nasenspray mit dem Babyduft entwickeln zu können, das ohne Nebenwirkungen eine mögliche sichere Behandlungsform sein könnte. Das wird allerdings noch dauern, nicht zuletzt, weil sich der typische Babyduft aus mehr als 150 chemischen Komponenten zusammensetzt.

    Bisher ist noch nicht bekannt, ob der Babyduft auf Männer gleichermaßen wirkt wie auf Frauen. Bislang wurde die Forschung nämlich nur mit Frauen durchgeführt.

    Quelle:

    Stranden AL. Vil kurere depresjon med lukten av baby. Forskning.no 16.2.2018. https://forskning.no/medisiner-psykiske-lidelser-depresjon-barn-og-ungdom/2018/02/vil-kurere-depresjon-med-lukten-av-baby DHZ

     

    Rubrik: 1. Lebensjahr