Hessen

Behörde: Schwangere sollten auf Rohmilch verzichten

Das Regierungspräsidium Darmstadt warnt Schwangere vor dem Konsum von Rohmilch und Rohmilchprodukten. In den sozialen Netzwerken tauchten vermehrt Empfehlen auf, Rohmilch zu trinken – dies bringe aber gerade für Schwangere Risiken mit sich, teilte die »Task-Force Lebensmittelsicherheit« der Behörde mit. »Aus gesundheitlicher Sicht sind die Folgen einer möglichen Infektion über Rohmilch deutlich gravierender als mögliche positive Effekte«, hieß es in der Mitteilung. In Rohmilch könnten sich demnach Krankheitserreger befinden, die besonders für Schwangere gefährlich seien.

So könnten Bakterien (Listerien) schwerwiegende Komplikationen bis hin zu Fehlgeburten oder Todesfällen von Neugeborenen verursachen. Neben Rohmilch gebe es den Expert:innen zufolge auch weitere Lebensmittel, auf die Schwangere verzichten sollten: rohes Hackfleisch, roher oder lediglich geräucherter Fisch, Sprossen, nicht durcherhitzte Tiefkühl-Beeren oder Lebensmittel, die mit rohen Eiern zubereitet wurden. Schwangere zählten den Angaben zufolge zu den Gruppen, die besonders für Lebensmittelinfektionen empfindlich seien. Eine Pasteurisierung, also eine schonende Wärmebehandlung der Milch, schütze vor verschiedenen Krankheiten.

Quelle: dpa, 12.6.2024 · DHZ

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 17.06.2024