Brandenburg

Brief an Lauterbach: Geburtskliniken brauchen mehr Geld

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne)  hat in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gefordert, Geburtskliniken in dünn besiedelten Regionen stärker zu unterstützen. Die nun geplante Verteilung der Mittel nach dem Königsteiner Schlüssel, der die Anteile der einzelnen Bundesländer nach Steueraufkommen und Bevölkerungszahl bestimmt, solle überdacht werden, schrieb Nonnemacher laut Mitteilung vom 22. November. Denn so würden dünn besiedelte Regionen deutlich weniger Geld als von der Regierungskommission ursprünglich empfohlen erhalten. Nonnemacher kritisierte die Verteilung der Gesamtsumme gemäß dieses Schlüssels, da der Bedarf nicht allein nach der Bevölkerungszahl abgeleitet werden dürfe.

Die Regierungskommission Krankenhaus des Bundes habe empfohlen, die stationäre Geburtshilfe zusätzlich zu fördern. Vorgesehen seien jeweils 120 Millionen Euro in den Jahren 2023 und 2024. Ursprünglich sei geplant gewesen, die Mittel über einen Sockelbetrag und festgelegten Kriterien auf Krankenhäuser mit einer Fachabteilung Geburtshilfe zu verteilen. Nun solle die Gesamtsumme nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Länder aufgeteilt werden. Das wären für Brandenburg laut Landesministerium rund 3,6 Millionen Euro jeweils für die Jahre 2023 und 2024.

Quelle: dpa, 22.11.22 · DHZ

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 02.12.2022