Frauenministerkonferenz

Den Begriff Sexismus in den Werbekodex aufnehmen

  • Die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ist noch lange nicht erreicht.

  • Im Kampf gegen Sexismus in der Gesellschaft hat die Frauenministerkonferenz vom Deutschen Werberat die Aufnahme des Begriffs „Sexismus“ in den Werbekodex gefordert. „Eine ausdrückliche Nennung würde dem Thema mehr Sichtbarkeit geben“, sagte die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) Anfang Juni zum Abschluss der Konferenz in Deidesheim.

    In dem Ort in der Pfalz hatten Fachministerinnen aus den Bundesländern zwei Tage lang unter anderem über Diskriminierung von Frauen im Beruf gesprochen. „Das Ändern ungleicher Machtstrukturen, etwa in der Arbeitswelt, ist ein langer und zäher Prozess“, sagte Spiegel als Gastgeberin des Treffens.

    In ihrem Abschlusspapier fordert die Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) ein stärkeres Problembewusstsein für Sexismus im Alltag. Das Thema müsse aus der Tabuzone geholt werden, betonte Spiegel. „Nicht zuletzt durch die MeToo-Debatte ist Schwung in die Debatte gekommen.“ Allerdings seien die Strukturen tief verwurzelt. „Das macht es so komplex. Aber Worten müssen Taten folgen.“

    Die 1991 eingeführte Konferenz legt die Grundlinien für eine gemeinsame Gleichstellungs- und Frauenpolitik fest. Im kommenden Jahr hat das Saarland den Vorsitz inne.

    Quelle: dpa, 7.6.29019DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 07.06.2019