Bund und Länder

Finanzielle Unterstützung von Kinderwunschbehandlungen

  • Fast 50.000 Kinderwunschbehandlungen haben Bund und Länder in den vergangenen zehn Jahren finanziell unterstützt.

  • Bund und Länder haben 2021 fast 14.000 Kinderwunschbehandlungen finanziell unterstützt. In den vergangenen zehn Jahren seien insgesamt fast 50.000 Behandlungen gefördert worden, teilte Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) mit. Anlass war das zehnjährige Bestehen der Bundesinitiative »Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit«.

    Fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren in Deutschland ist demnach ungewollt kinderlos. Oft ruhe die Hoffnung, schwanger zu werden, auf der reproduktionsmedizinischen Behandlung. »Um diesen Weg zur Familiengründung zu gehen, braucht es aber viel Mut und Kraft«, betonte die Ministerin. Die Behandlung stelle für die Betroffenen finanziell, körperlich und seelisch eine erhebliche Belastung dar.

    Spiegel kündigte zudem den Ausbau der Bundesinitiative in den nächsten Jahren an. Dabei solle »eine Unterstützung auch unabhängig von Familienstand und sexueller Identität« möglich werden. Der Bundeszuschuss für die reproduktionsmedizinische Behandlung wird den Angaben zufolge nur dann gewährt, wenn sich das Bundesland, in dem das Kinderwunschpaar wohnt, durch ein eigenes Förderprogramm beteiligt.

    Derzeit kooperieren zwölf Bundesländer: Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Länder Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland unterstützen bereits auch gleichgeschlechtliche Frauenpaare bei Kinderwunschbehandlung mit Landesmitteln.

    Quelle: aerzteblatt.de, 1.4.2022 ∙ DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 05.04.2022