In-Vivo-Technologie

Künstliche Befruchtung in utero

Das erste weltweit durch In-Vivo-Technologie befruchtete Kind zweier Mütter in der Londoner Woman's Clinic wurde geboren. Eine Schweizer Firma entwickelte eine intrauterine Kapsel, die den beidseitigen Austausch von Flüssigkeiten, Nährstoffen und anderen nicht-zellulären Komponenten während der Befruchtung und der frühen Embryonalentwicklung ermöglicht. Dabei werden mit Spendersamen befruchtete Eizellen der einen Mutter mit Hilfe der Miniaturkapsel in die Gebärmutter der austragenden Mutter gepflanzt.

Dieser Prozess gestattet eine frühe Interaktion zwischen dem Embryo und der austragenden Mutter. Ein Vorteil ist, dass die Befruchtung in mütterlicher Umgebung - also "In-Vivo" - und nicht in der künstlichen Umgebung eines In-Vitro-Fertilisations (IVF)-Labors mit den damit verbundenen Risiken stattfindet.

Das Verfahren wird für heterosexuelle Paare, gleichgeschlechtliche Paare und alleinstehende Frauen an der Londoner Frauenklinik angeboten.

Quelle: dpa, 3.12.2019 DHZ

Rubrik: Medizin & Wissenschaft

Erscheinungsdatum: 04.12.2019