Gesetzesentwurf

PolitikerInnen fordern Abschaffung von Therapien bei Homo- und Transsexualität

Die Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer von den "Grünen" fordert ein bundesweites Verbot von Therapien für homosexuelle und transsexuelle Menschen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits einen Gesetzentwurf gegen sogenannte Konversionstherapien angekündigt. Die Landtags-Grünen fordern nun in einem entsprechenden Antrag Rückenwind aus Bayern für die Therapieverbots-Initiativen der Länder Hessen und Bremen sowie Unterstützung für den Entwurf.

„Homosexualität und Transidentität sind keine Krankheiten und deshalb auch nicht therapierbar“, sagte die queerpolitische Sprecherin der Grünen Ganserer Ende Februar im bayerischen Landtag . Dennoch gebe es in Bayern ÄrztInnen, die weiterhin sogenannte Reparativ- oder Konversionstherapien anböten. „Da solche Zwangstherapien nicht selten in den Suizid der betroffenen Kinder und Jugendlichen münden, müssen sie endlich verboten werden“, so Ganserer.

Sie forderte die Staatsregierung auf zu einem bayerischen Vorstoß für ein bundesweites Verbot der „Homoheilung“: „Dieser kindeswohlgefährdende Hokuspokus muss endgültig gestoppt werden und darf sich auch nicht im Verborgenen fortsetzen.“ Jeder Mensch habe das Recht auf eine selbstbestimmte Geschlechtsidentität und dürfe deshalb nicht als psychisch krank stigmatisiert werden.

Quelle: dpa, 28.2.2019DHZ

Rubrik: Recht