Randomisierte Studie

Schwimmen in der Schwangerschaft hilft bei Schlafproblemen

  • Schlafproblemen in der Schwangerschaft kann durch regelmäßiges Schwimmen entgegengewirkt werden.

  • Schwangere leiden überproportional häufig an Schlafproblemen. Dabei würde ihnen der Schlaf als eine selbstregulatorische Fähigkeit des Körpers zur Erholung gerade in dieser Zeit besonders guttun.

    Bekannt ist, dass Sport zu einer geringeren Gewichtszunahme führt, die körperliche Kraft für die Geburt erhöht und damit einer frühzeitigen Erschöpfung während der Geburt vorbeugt. Gegenstand dieser Untersuchung an der Universität in Granada, Spanien, war es, herauszufinden, ob Sport, wie im normalen Leben auch, in der Schwangerschaft zur Besserung der Schlafprobleme führt.

    Für diese randomisierte Studie wurden 140 Schwangere in der zwölften Schwangerschaftswoche rekrutiert. Am Ende wurden zweimal 67 Datensätze ausgewertet. Die Schwangeren waren zwischen 21 und 43 Jahre alt und wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Interventionsgruppe nahm an einem Wassertrainingsprogramm zwischen der 20. und der 37. Schwangerschaftswoche teil. Die anderen Frauen dienten als Kontrollgruppe.

    Die Schlafqualität wurde bei allen Teilnehmerinnen im ersten und dritten Trimester mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index, einem Fragebogen, erhoben. Im ersten Trimester war der Anteil der Frauen mit Schlafproblemen in beiden Gruppen gleich hoch. Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer vermehrten sich die Probleme erwartungsgemäß in beiden Gruppen. In der Schwimmgruppe waren jedoch am Ende nur 44 der 67 Frauen „schlechte Schläfer“, versus 62 von 67 in der Kontrollgruppe (P< 0,05).

    Die Studie konnte zeigen, dass Wassertraining die Schlafqualität bei Schwangeren deutlich erhöht, sowohl in der Länge und der Tiefe des Schlafs als auch beim Einschlafen.

    Quelle:

    Rodriguez-Blanque R et al.: The influence of physical activity in water on sleep quality in pregnant women: A randomised trial. Women and Birth 2018. 31 (1). https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1871519216302670 DHZ