Kohortenstudie

Welchen Geburtsmodus würden GeburtsmedizinerInnen wählen?

  • Auch MedizinerInnen präferieren die spontane Geburt.

  • Ziel einer Kohortenstudie war es, die persönliche Präferenz der Art der Geburt und die Unterschiede zwischen MedizinerInnen (M) und Nicht- MedizineIinnen (N) zu analysieren.

    Neben TeilnehmerInnen einer urogynäkologischen Fachkonferenz, MitarbeiterInnen zweier großer Krankenhäuser und Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) wurden auch Schwangere ohne medizinischen Bezug befragt. In beiden Gruppen (MedizinerInnen (M) und nicht MedizinerInnen (N)) bevorzugte die Mehrheit die vaginale Geburt (M: 90,4 % vs. N: 88,8 %, p= 0,4). 

    Diejenigen allerdings, die eine Sectio präferierten, hatten vor allem Bedenken hinsichtlich möglicher Beckenbodenschädigungen (M: 56,6 % vs. N: 9,1 %, p <0,001). Die Parität und eine vorausgegangene Sectio hatten einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung zugunsten oder entgegen einer vaginalen Geburt. Die Aufklärung über mögliche Beckenbodenerkrankungen sollte in der Zukunft Teil der Geburtsplanung werden. Die Mehrheit der TeilnehmerInnen zeigte sich sehr an einer Risikostratifizierung interessiert.


    Quelle: Bihler J et al.: The preferred mode of delivery of medical professionals and non-medical professional mothers-to-be and the impact of additional information on their decision: an online questionnaire cohort study. Arch Gynecol Obstet. 2018. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30467635 DHZ