Populationsbasierte Registerstudie

Ältere Mütter – höheres Risiko für Sphincterverletzungen

  • Ältere Mütter tragen bei der Geburt häufiger Sphincterverletzungen davon, die sie im Alltag nachhaltig belasten können.

  • Geburtsbedingte Sphincterverletzungen sind nicht sehr häufige, aber schwerwiegende Folgen vaginaler Geburten. Aus geburtshilflicher Sicht besteht die Sorge, dass die Zahlen zunehmen könnten, wenn Frauen ihre Geburten immer weiter ins spätere Lebensalter verschieben.

    In einer Studie aus dem schwedischen Geburtenregister wurden die Daten von 959.559 Frauen mit vaginalen Einlingsgeburten von 1999 bis 2011 untersucht. In jeder Paritätsgruppe wurden die Frauen auch noch in Altersgruppen eingeteilt. Die Daten wurden bereinigt um Bildungsstand, Geburtsregion, Rauchen, BMI und  kindliches Geburtsgewicht. Außerdem wurden medizinische Interventionen wie PDA, Episiotomie und instrumentelle Geburtsbeendigung herausgerechnet.

    Das Risiko für Sphincterverletzungen lag für Erst-, Zweit- und Drittgebärende bei 6,6 %, 2,3 % beziehungsweise 0,9 %. In allen Paritätsgruppen verdoppelt sich das Risiko für Sphinkterverletzungen ab dem 35. Lebensjahr im Vergleich zur Referenzgruppe der 25-Jährigen. Damit stellt sich deutlich heraus, dass das Alter der Mutter einen unabhängigen Risikofaktor für Sphincterverletzungen darstellt, so wie es bereits in vielen Studien beobachtet wurde.

    Quelle: Waldenström U, Ekeus C: Risk of obstetric anal sphincter injury increases with maternal age irrespective of parity: a population-based register study. BMC Pregnancy and Childbirth 17:306. 2017. https://bmcpregnancychildbirth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12884-017-1473-7 DHZ

     

     

     

     

    Rubrik: Geburt