Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.

Engpässe in den Geburtskliniken – nicht zu Lasten der Schwangeren

Mit großer Sorge sehen die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (BLFG) und der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) die zunehmende Praxis, Frauen vor und gar unter der Geburt in den Geburtskliniken ihrer Wahl oder Perinatalzentren wegen Überlastung und/oder Personalengpässen abzuweisen.

Lösungen für eine kurzfristige Verbesserung der Situation seien immer noch nicht in Sicht. Diesbezüglich seien die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen dringend aufgefordert, in einer konstruktiven Diskussion mit ÄrztInnen, Klinikleitungen und Hebammen zeitnah konzertierte und tragfeste Lösungen für die zukünftige klinische Versorgung werdender Mütter zu erarbeiten.

Das Problem der Geburtskliniken dürfe nicht auf dem Rücken der Schwangeren vor und unter der Geburt ausgetragen werden. Lösungen ließen sich jedoch nur mithilfe eines breiten politischen Engagements initiieren und realisieren. Die Sicherheit von Müttern und ihren Kindern müsse Vorrang vor allem anderen haben.

Quelle: DGGG, BLFG, BVF, 26.10.2017

Rubrik: Beruf und Praxis