Meta-Analyse zur Sectio

Weniger Inkontinenz, mehr Fehlgeburten

  • Bei der Entscheidung für eine Sectio sind die kurz- und langfristigen Folgen für Mutter und Kind sowie die Folgeschwangerschaft zu bedenken.

  • Mit der zunehmenden Zahl an Sectiones ergeben sich Effekte, die als positive Begleiterscheinungen und unerwünschte Nebenwirkungen wahrgenommen werden. Während Thrombosen und Infektionen nur ein kleineres Risiko darstellen, steigen die Spätfolgen mit zum Teil erheblichen Auswirkungen an. Dazu gehören Fehlgeburten, Totgeburten, Plazentationsstörungen, Placenta praevia und vorzeitige Lösungen der Plazenta.

    Frauen, die ihr Kind per Sectio gebaren, zeigten aber signifikant weniger Urin- und Stuhlinkontinenz und seltener Senkungsbeschwerden oder Prolaps.

    Die Forscherinnen um Oonagh Keag vom Royal Infirmary of Edinburgh in Großbritannien hatten die Daten von fast 30 Millionen Frauen ausgewertet.

    Die Langzeitfolgen für die Kinder sind bereits bekannt: Bis zum Alter von zwölf Jahren zeigen sie ein erhöhtes Risiko für Asthma und bis zum Alter von fünf Jahren ein erhöhtes Risiko, starkes Übergewicht zu entwickeln.

    Bei der Aufklärung für den Geburtsmodus sollte über alle Vor- und Nachteile vollumfänglich informiert und diese dann gegeneinander abgewogen werden.

    Quelle:

    Keag OE, Norman JE, Stock SJ: Long-term risks and benefits associated with cesarean delivery for mother, baby, and subsequent pregnancies: Systematic review and meta-analysis. PLOS Medicine 2018. http://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371%2Fjournal.pmed.1002494 DHZ

     

    Rubrik: Geburt