Statistisches Bundesamt

14 % mehr Hebammen in der Ausbildung

  • Der Fachkräftemangel liegt nicht im fehlenden Interesse am Hebammenberuf begründet, so das Fazit aus den Zahlen, die das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Hebammentags veröffentlichte: Im Schuljahr 2019/2020 befanden sich bundesweit 3.057 Schülerinnen und sechs Schüler auf dem Weg zum Hebammen- beziehungsweise Entbindungspfleger-Beruf. Das waren rund 14 % mehr als im Vorjahr.

    Dass es sich bei diesem Zuwachs nicht um eine Ausnahmeerscheinung, sondern um eine langfristige Entwicklung handelt, zeigt der Vergleich mit dem Schuljahr 2009/2010: Damals waren nur 1.896 Schülerinnen in der Hebammenausbildung. Zehn Jahre später waren es 61 % mehr.

    Hebammen mit einem im Ausland erworbenen Berufsabschluss spielen im Fachkräftemangel eine immer wichtigere Rolle. 2019 wurden 312 Verfahren zur Anerkennung einer im Ausland erworbenen Qualifikation für den Hebammenberuf abgeschlossen: mehr als viermal so viele wie 2014 (75 Verfahren).

    Rund die Hälfte der anerkannten Berufsabschlüsse (153) wurden in Staaten der Europäischen Union absolviert. Italien lag auf Rang eins mit 75 positiv beschiedenen Verfahren, vor Polen mit 24. Aus europäischen Ländern außerhalb der EU wurden 75 Abschlüsse anerkannt, 21 aus Serbien, 12 aus Albanien. Viele Hebammen, die in Deutschland arbeiten wollen, haben ihre Ausbildung in Asien absolviert. Von den 45 anerkannten Abschlüssen aus Asien wurden 27 im Iran gemacht.

    Quelle: destatis, 4.5.2021 • DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 27.05.2021