Schwangerschaft

Anzeichen für Atmungsstörungen beim Schlafen

  • Ein höheres Alter der Mutter, ein größerer BMI und häufiges Schnarchen vor der Schwangerschaft führen zu häufigeren schlafbedingten Atemstörungen während der Schwangerschaft.

  • Gibt es Faktoren, die schlafbedingte Atemstörungen in der Schwangerschaft vorhersagen können? Dafür wurden erstgravide Frauen mit einem Fragebogen nach ihren Schlafstörungen befragt. Dazu gehörten: Schnarchen, Erschöpfung, ausgeprägte Müdigkeit am Tag, Schlaflosigkeit und unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom). Außerdem wurden die Zeiten und die Länge des Schlafes in Zusammenhang mit ihren Arbeitszeiten (Schichtarbeit, Nachtdienst), Schlafpositionen und früher diagnostizierten Schlafstörungen gebracht. Häufiges Schnarchen wurde als mehr als dreimaliges Schnarchen pro Woche definiert.

    Die Teilnehmerinnen hatten tragbares Atemtest- und Sättigungs-Equipment mit nach Hause bekommen und wurden zwischen der 6. und 15. SSW und noch einmal zwischen der 22. und 31. SSW getestet. Als Schlafstörung wurde ein Quotient aus dem Absinken der Sauerstoffsättigung von 3 % und allen Apnoephasen errechnet. Mehr als 5 Apnoephasen pro Stunde wurden als Schlafstörung definiert.

    Von 3.264 Frauen lagen Daten aus der frühen Schwangerschaft vor und von der Messung in der Mitte der Schwangerschaft noch von 2.512 Frauen. In der frühen Schwangerschaft zeigten 3,6 % schlafbedingte Atemstörungen und in der Mitte 8,3 %. Zu beiden Zeitpunkten waren vor allem Schnarchen, Hypertonus, höheres maternales Alter, der BMI, der Halsumfang und der systolische Blutdruck am stärksten mit den Schlafstörungen assoziiert.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das maternale Alter, der BMI und häufiges Schnarchen gute Vorhersagekriterien für schlafbedingte Atemstörungen im Verlauf der Schwangerschaft darstellen.

    Quelle: Louis JM, Koch M et al. Predictors of sleep-disordered breathing in pregnancy. AJOG 2018. in press, März 2018. http://www.ajog.org/article/S0002-9378(18)30080-2/fulltext DHZ