Meta-Analyse

Aspirin gegen vorzeitige Plazentalösung und Blutungen

Früheren Studien zufolge reduziert eine prophylaktische Gabe von Aspirin das Risiko für eine Präeklampsie und hypotrophe Feten. Sie zeigten aber keinen Effekt auf eine vorzeitige Plazentalösung. Eine Meta-Analyse sollte nun herausfinden, ob es einen Effekt in Abhängigkeit von der Dosis und vom Beginn der Therapie gibt.

Dafür wurden 20 Studien mit insgesamt 12.585 Teilnehmerinnen herangezogen, die allen Einschlusskriterien entsprachen. Die Gabe von weniger als 100 mg Aspirin pro Tag zeigte keinen Einfluss auf eine vorzeitige Plazentalösung oder antepartale Blutungen. Das war unabhängig davon, ob die Frauen vor der 16. SSW (RR 1,11) oder danach (RR 1,32) mit der Einnahme begonnen hatten.

Eine Dosis über 100 mg pro Tag zeigte ebenfalls keinen Einfluss auf eine vorzeitige Plazentalösung oder antepartale Blutungen. Ob die Frauen vor der 16. SSW (RR 0,62) oder danach (RR 2,08) mit der Einnahme begonnen hatten, führte allerdings zu einem signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen (p = 0,04).

Daraus schließen die AutorInnen, dass eine Aspirin-Therapie mit mehr als 100 mg täglich, die vor der 16. SSW beginnt, das Risiko für eine vorzeitige Plazentalösung oder antepartale Blutungen senken kann.

Quelle: Roberge S, Bujold E, Nicolaides KH: Meta-analysis on the effect of aspirin use for prevention of preeclampsia on placental abruption and antepartum hemorrhage. AJOG. im Druck 2018. http://www.ajog.org/article/S0002-9378(17)32812-0/fulltext DHZ

 

Rubrik: Geburt