Prospektiv-randomisierte Studie

Auswirkung von Fentanyl auf das Stillen

In einer prospektiv-randomisierten Studie am Ipswich Hospital in Queensland Australien wurden Erstgebärende mit einer vaginalen Geburt am Termin, die stillen wollten, hinsichtlich Nebenwirkungen von Fentanyl untersucht. 107 Frauen mit einer PDA ausschließlich mit Fentanyl wurden mit einer Gruppe von 90 Frauen verglichen, die subkutan Morphin erhielten. Weiter wurden diese mit einer Gruppe von 107 Frauen verglichen, die keine Schmerzmittel erhielten.

Aus der Gruppe mit Fentanyl-PDA stillten bei Entlassung aus der Klinik weniger Frauen (54,2  vs. 77,8 % in der Morphin-Gruppe vs. 69,2 % in der Gruppe ohne Analgesie). Sechs Wochen post partum unterschieden sich die Stillraten zwischen den Gruppen nicht mehr signifikant 43 % in der Fentanylgruppe, 48,9 % in der Morphin-Gruppe und 52,3 % in der Gruppe ohne Analgesie.
Geburtseinleitungen, instrumentelle Geburtsbeendigungen und die Verlegung in die Neonatologie unterschieden sich in den Gruppen, zeigten aber keinen Zusammenhang zwischen Fentanyl und den Stillraten.

Mahomed K, Wild K et al.: Does fentanyl epidural analgesia affect breastfeeding: A prospective cohort study. ANZJOG 2019. https://obgyn.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ajo.12970 DHZ

Rubrik: Medizin & Wissenschaft

Erscheinungsdatum: 04.11.2019