Humanbiologie

Brust- und Körpersymmetrie in der Schwangerschaft

Symmetrisch angelegte Körper inklusive der Brüste gelten als besonders attraktiv für die Partnerwahl. Und wenn die Körperhälften asymmetrisch erscheinen, wird ein individuelles körperliches Ungleichgewicht dahinter vermutet, das genetisch verursacht sein könnte. Wenn also ungleiche Körperhälften ein Zeichen für die genetische Qualität sind, wäre zu vermuten, dass sich dies auf den Nachwuchs auswirkt.

93 schwangere Frauen wurden im 1., 2. und 3. Schwangerschaftstrimester körperlich vermessen und auf Symmetrie überprüft. Nach der Geburt wurden das Kindsgewicht, Länge, Brust- und Kopfumfang, Apgar, angeborene Fehlbildungen und Geburtskomplikationen dazu in Beziehung gesetzt. Außerdem wurden noch das Geschlecht des Kindes und die maternale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft betrachtet.

Es zeigte sich, dass die Asymmetrie der Brust keine Vorhersage auf die morphologischen Parameter des Neugeborenen erlauben. Eine Asymmetrie des maternalen Körperbaus hingegen, stand in einem negativen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht und den neonatalen Kopf- sowie Brustumfängen.

Wird die Asymmetrie eines Körpers in acht verschiedene, zunächst geschlechtsunabhängige Körperindizes eingeteilt, zeigt sich eine bessere Vorhersage über die Chance für ein gesundes Kind als über die Asymmetrie der Brust oder andere sekundärer Geschlechtsmerkmale, wie beispielsweise der Taillen-Hüftbreite-Index.

Quelle: Zelazniewicz A, Pawlowski B: Maternal breast and body symmetry in pregnancy and offspring condition. American Journal of Physical Anthropology 2018. 166 (1): 127-138. https://doi.org/10.1002/ajpa.23410 DHZ