Studie aus den USA

Cannabis - Schädigungen sind signifikant

  • Schädigungen durch Cannabiskonsum in der Schwangerschaft für Mutter und Kind sind signifikant.

  • Cannabis ist nicht nur in den USA weit verbreitet und trotzdem gibt es nur wenige Daten mit Bezug auf Schwangerschaft, Geburt und Stillen. Gerade in Zeiten, in denen die Nutzung von Cannabis in einigen US-Bundesstaaten legalisiert wurde, wird es zunehmend wichtiger, über Auswirkungen des Konsums beraten zu können.

    In einer großen Studie in Kalifornien wurden die Geburten zwischen 2005 und 2008 auf mütterliches und kindliches Geburts-Outcome untersucht. Dafür wurde der Gruppe der Cannabis-Konsumentinnen die Gruppe der Nichtnutzerinnen als Kontrollgruppe gegenübergestellt und die Daten anhand der ICD-Codes ausgewertet.

    In der Cannabisgruppe fanden sich signifikant höhere Raten an fetalen Anomalien (8,31% versus 6,38%; p < 0,005), Präeklampsie (4,14% versus 2,88%; p < 0,005), Frühgeburten (16,24% versus 8,89%; p < 0,005), Intrauteriner Fruchttod (0,23% versus 0,1%; p < 0,005) und Plötzlicher Kindstod (0,64% versus 0,11%; p < 0,005).

    Auch wenn Cannabis teilweise legalisiert wird, heißt dies nicht, dass es keine unerwünschten Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft und das Kind hat. Hebammen und GeburtsmedizinerInnen können diese Daten als Basis in der Schwangerenberatung dienen.

    (Worstell, T., Gormann, M., Coughy, P.: Cannabis in pregnancy: legal but safe? AJOG 2015, 212(1): 129/DHZ)

     

     

    Rubrik: Schwangerschaft

    Erscheinungsdatum: 25.02.2015