Rheinland-Pfalz

Demonstranten ziehen für Stärkung der Geburtshilfe durch Mainz

Mit Pfeifen und Sprechchören haben Hunderte Demonstranten am 25. September in Mainz lautstark eine Stärkung der Geburtshilfe auf dem Land gefordert. Laut Polizei folgten etwa 400 Menschen dem Aufruf mehrerer Verbände. Sie kritisierten unter anderem, dass in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren viele Kliniken mit Geburtshilfeabteilungen geschlossen wurden.

2009 habe es landesweit noch 52 Kliniken mit Geburtshilfe gegeben, inzwischen seien es noch 30 Häuser, erklärte die Vorsitzende des Hebammen-Landesverbands Rheinland-Pfalz, Ingrid Mollnar. Für die verbleibenden Kliniken bedeute das eine hohe Belastung. Klinikneugründungen werde es wohl nicht geben, umso wichtiger sei es, die bestehenden Häuser zu erhalten.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) kündigte bei der Abschlusskundgebung eine Bundesratsinitiative des Landes im Oktober an. Rheinland-Pfalz fordere ein Geburtshilfestärkungsgesetz. Das solle unter anderem bessere Arbeitsbedingungen bei der Geburtshilfe und eine Übernahme der Personalkosten für Hebammen bringen.

CDU-Landtagsfraktionschef Christian Baldauf forderte vom Land mehr finanzielle Unterstützung für Kliniken. Damit hätten diese dann mehr Handlungsspielraum.

Die Demonstration war eine gemeinsame Aktion der Landfrauen Rheinland-Pfalz, der Elterninitiative Mother Hood und des Hebammen-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Quelle: dpa, 25.9.2019

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 11.10.2019