EFCNI

Einheitliche Richtlinien zur künstlichen Befruchtung gefordert

Eine künstliche Befruchtung unterliegt in Deutschland den strengen Regeln des Embryonenschutzgesetzes. Es gelten jedoch keine einheitlichen Richtlinien in Europa oder den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Dies ermöglicht Frauen mit Kinderwunsch, die nationalen Gesetze zu umgehen und beispielsweise auch in einem fortgeschrittenen Lebensabschnitt noch schwanger zu werden. Jedoch stellen sowohl das Alter der Mutter als auch Mehrlingsschwangerschaften nach mehreren eingesetzten Eizellen ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko dar. Die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) fordert daher, diese Risiken durch EU-weite einheitliche Regelungen zum Alter der Mutter und zur Anzahl der eingesetzten Eizellen zu minimieren. 

„Ethische und moralische Grundsätze sollten keine Landesgrenzen haben. Besonders wenn diese auch Personen betreffen, die bei der Entscheidung nicht mitreden können. So sollte europaweit das Alter der gebärenden Frau bei einer künstlichen Befruchtung limitiert sein. Ebenso muss es eine maximale Anzahl der zu übertragenden Eizellen geben, um höhergradige Mehrlingsschwangerschaften und Frühgeburten zu vermeiden,“ so Silke Mader, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von EFCNI.

(Pressemitteilung EFCNI, 10.6.2015)

Rubrik: Recht

Erscheinungsdatum: 16.06.2015