Deutscher Hebammenverband e. V.

Entscheidung über das Hebammengesetz steht kurz bevor

Am 8. November 2019 entscheidet der Bundesrat über die Reform der Hebammenausbildung. Deutschland setzt damit als letzter Mitgliedstaat eine EU-Richtlinie um. In allen anderen Ländern der Europäischen Union werden Hebammen bereits an Hochschulen ausgebildet. In Deutschland betrifft diese Reform jährlich rund 1.000 Hebammen.

„Das akademische Studium in der Hebammenausbildung ist notwendig, um auch in der Zukunft junge Menschen in Deutschland für den Hebammenberuf zu begeistern“, sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes (DHV). „Für die junge Hebammengeneration verlangen wir dasselbe hohe Ausbildungsniveau und dieselben Karrieremöglichkeiten, wie es heute bereits in allen anderen Ländern der EU Standard ist.“

Kontrovers diskutiert werde die Höhe der Kosten für die Hebammenausbildung. Laut Bundesgesundheitsministerium würden die Kosten zur unmittelbaren Umsetzung des Gesetzes geschätzt einen zweistelligen Millionenbetrag nicht überschreiten. Die Mehrkosten ab dem ersten vollständig akademisierten Jahr für den Bund und die Private Krankenversicherung lägen unter einem einstelligen Millionenbetrag, für die gesetzlichen Krankenkassen werde mit einem unter zweistelligen Millionenbetrag gerechnet.

DHV-Präsidiumsmitglied Yvonne Bovermann stellt die Bedeutung der Reform für die Hebammenversorgung in Deutschland heraus: „Der Gesetzentwurf ist in einem langen und intensiven Dialogprozess mit der Bundesregierung, den Ländern und dem Bundestag zustande gekommen. Wir sollten eine moderne Ausbildung unserer Hebammen nun schnellstmöglich auf den Weg bringen.“

Quelle: Deutscher Hebamenverband, 6.11.2019 DHZ

Rubrik: Politik & Gesellschaft

Erscheinungsdatum: 06.11.2019