Deutscher Hebammenverband zur Anhörung im BMG

„Hervorragende Grundlage für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit“

Am 9. April 2019 hat die Anhörung zum Gesetzentwurf für das neue Hebammengesetz im Bundesministerium für Gesundheit stattgefunden. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) wurde vor Ort durch Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV, und durch Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich, vertreten.

Zu einer solchen Stellungnahme werden Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Organisationen und Verbände eingeladen. Dazu gehören alle, die in irgendeiner Weise von einem Berufsgesetz wie dem der Hebammen betroffen sind. So war beispielsweise auch die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. (DGHWi) anwesend oder auch die Fachgesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Für den DHV stellte Yvonne Bovermann die vorläufige Stellungnahme zur Anhörung im Bundesministerium für Gesundheit zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Hebammenausbildung vor. „Der Gesetzentwurf bietet eine hervorragende Grundlage, den Beruf Hebamme durch die Akademisierung wieder attraktiver zu machen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen in der klinischen Geburtshilfe zu fördern. Das freut uns sehr“, so Yvonne Bovermann nach der Anhörung.

Bis zum 12. April können alle Verbände ihre Stellungnahmen einreichen oder überarbeiten. Der DHV prüft derzeit, ob aufgrund der mündlichen Anhörung Änderungen an seiner Stellungnahme notwendig sind.

Nach der Anhörung der Interessenvertreterinnen und -vertreter steht nun ein Überarbeitungsprozess des Gesetzentwurfs an. Zunächst werden die Länder im Bundesrat zum Entwurf Stellung beziehen. Anschließend durchläuft er eine Beratungsphase im Bundestag und wird dort, zusätzlich zu den drei Lesungen im Plenum des Bundestages, auch Grundlage einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses sein. Der fertige Gesetzentwurf wird dann abschließend voraussichtlich Ende des Jahres vom Bundesrat verabschiedet.

Quelle: DHV, 10.4.2019 DHZ