Frühgeburtlichkeit

Erdbeben erschüttert nicht die Frühschwangerschaft

Am 22. Februar 2011 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala die Stadt Christchurch in Neuseeland. Erdbeben wurden bisher im Zusammenhang mit einem steigenden Risiko für Frühgeburten und andere Schwangerschaftsprobleme beschrieben. Aber die Forschung dazu ist sehr begrenzt. Der antenatale Stress durch das Erdbeben wurde als möglicher Auslöser von Frühgeburten befürchtet.

Für diese retrospektive Studie wurden die Akten von 1.057 Frauen mit Einlingsschwangerschaften ausgewertet, die am Tag des Erdbebens im ersten Trimester schwanger waren. Als Vergleichsgruppe wurden die Daten von 1.314 Frauen ausgewertet, die bereits 2009, also vor dem starken Erdbeben schwanger waren.

Es zeigte sich kein Unterschied zwischen den beiden Kohorten von Schwangeren. Daraus kann geschlossen werden, dass das Erleben eines Erdbebens im ersten Trimenon nicht zu einem Anstieg der Frühgeburtenrate führt.

Quelle:

Hawkins G, Gullam J et al. The effect of a major earthquake experienced during the first trimester of pregnancy on the risk of preterm birth. ANZJOG 2018. 8. März 2018. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ajo.12797/full DHZ