Niedersachsen

Forschungsdekanin erhält Niedersächsischen Wissenschaftspreis

  • Prof. Dr. Denise Hilfiker-Kleiner widmet sich unter anderem der peripartalen Kardiomyopathie (PPCM), die weltweit eine von 1.000 Schwangeren betrifft.

  • Prof. Dr. Denise Hilfiker-Kleiner ist Mitte November mit dem Wissenschaftspreis 2018 des Landes Niedersachsen geehrt worden. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, überreichte der Forschungsdekanin und Wissenschaftlerin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung.

    Hilfiker-Kleiner, die in der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie forscht, widmet sich unter anderem der peripartalen Kardiomyopathie (PPCM), die weltweit eine von 1.000 Schwangeren betrifft. Die Erkrankung tritt ohne Vorwarnung im letzten Schwangerschaftsmonat oder in den ersten Monaten nach der Geburt bei zuvor herzgesunden Frauen auf. Die Forscherin entdeckte, dass bei dieser Erkrankung das Hormon Prolaktin gespalten wird. Es entstehen Moleküle, die Blutgefäße zerstören und so Herzmuskelzellen absterben lassen. „Wenn die Erkrankung schnell erkannt und behandelt wird, haben die Frauen eine gute Chance, sich zu erholen“, berichtet Professorin Hilfiker-Kleiner. Sie und Prof. Dr. Johann Bauersachs, Direktor der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie, haben eine Richtlinie zur Behandlung der PPCM auf den Weg gebracht sowie das größte europäische und eines der weltweit größten PPCM-Register maßgeblich mit aufgebaut. Darüber hinaus haben sie an der MHH die einzige spezielle Beratungsstelle in Deutschland für Patientinnen und behandelnde ÄrztInnen eingerichtet und eine PPCM-Ambulanz aufgebaut.

    Quelle: MHH, 21.11.2018

    Rubrik: Regionales