Brandenburg

Frauenhäuser am Limit

Brandenburgs Sozial- und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) will Frauenhäuser angesichts der hohen Energiekosten finanziell stärker unterstützen. »Durch die Folgen von Corona-Pandemie und Krieg werden die Einrichtungen noch stärker genutzt, und die Mitarbeiter:innen sind mittlerweile längst an der Belastungsgrenze angekommen«, sagte sie am 19. September nach einem Treffen mit Mitarbeitenden von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Auch die gestiegenen Betriebskosten belasteten die Schutzeinrichtungen. Eine Erhöhung der Frauenhaus-Finanzierung habe daher für sie »höchste Priorität«, sagte Nonnemacher. Für die Frauenhäuser stehen in diesem Jahr rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.

In Brandenburg gibt es laut Ministerium derzeit 24 solcher Einrichtungen, die im vergangenen Jahr 447 Frauen und 566 Kinder zum Schutz vor Gewalt aufnahmen.

Das Netzwerk der Frauenhäuser hatte in der Vergangenheit beklagt, es gebe zu wenig Plätze in den Einrichtungen im Land, sie müssten Frauen auch abweisen. Zudem hätten in der Corona-Zeit die Fälle häuslicher Gewalt zugenommen.

Quelle: dpa, 19.9.2022 · DHZ

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 19.09.2022