Sachsen

Hebammenstudie Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch will die Versorgung mit Hebammen mit insgesamt 14 Maßnahmen verbessern. Grundlage dafür ist die Hebammenstudie Sachsen, die die Ministerin Mitte April gemeinsam mit Stephanie Hahn-Schaffarczyk, der Vorsitzenden des Sächsischen Hebammenverbands e.V., in Dresden vorgestellt hat. Es werden damit alle Handlungsvorschläge aus der Studie umgesetzt.

„Der Sächsische Hebammenverband weist darauf hin, dass die strukturellen Probleme weiter zugenommen haben seit Erhebung der Studiendaten. Vor allem die Lage in den Kliniken hat sich enorm zugespitzt. Umso mehr freut es uns, dass trotz der eingeschränkten Möglichkeiten des Sächsischen Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz auf dem Gebiet der Kliniken der Ansatz des hebammengeleiteten Kreißsaals geprüft wird. Auch die wesentliche Überlegung des Auslagerns fachfremder Tätigkeiten aus dem Kreißsaal ist ein guter und praktischer Weg, der den Hebammen kurzfristig Entlastung verschaffen kann“, betonte Stephanie Hahn-Schaffarczyk.

Im Mittelpunkt der Studie stand das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage von Hebammenleistungen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es derzeit in Sachsen keinen flächendeckenden Versorgungsmangel bei Hebammenleistungen gibt. Allerdings lassen sich punktuelle Versorgungsengpässe feststellen. Das betrifft durch die höhere Geburtenrate vor allem die großen Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die Arbeitsbedingungen der Hebammen, vor allem im stationären Bereich, verbessert werden müssen.

Insgesamt zeigen sich die Ergebnisse der Hebammenstudie in 14 Handlungsempfehlungen, die sowohl den klinischen als auch den außerklinischen Bereich erfassen.

In die Studie sind die Antworten von 517 Hebammen, 1.500 Müttern, 23 Krankenhäusern, aller drei Berufsfachschulen sowie weiterer ExpertInnen eingeflossen. Die Hebammenstudie Sachsen ist im Internet unter > www.sms.sachsen.de/publikationen.html abrufbar.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, 17.4.2019

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 14.05.2019