Niedersachsen

Hebammenversorgung in Niedersachsen

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) hat erstmals umfangreiche Daten zur Hebammenversorgung in Niedersachsen ausgewertet und in einem Bericht zusammengefasst. Die Untersuchung bildet eine erste Grundlage für die Analyse der Versorgungssituation, die in den nächsten Jahren noch um weitere Zahlen ergänzt werden muss.

Einige Trends lassen sich aus dem Bericht „Hebammenversorgung in Niedersachsen“ bereits ablesen: Während die Zahl der Geburten in Niedersachsen ansteigt, ist die Zahl der überwiegend im Krankenhaus arbeitenden Hebammen in den letzten Jahren mit etwas über 900 konstant geblieben. Rückläufig ist jedoch die Zahl der freiberuflich in der Vor- und Nachsorge tätigen Hebammen, sie sank von 1.197 im Jahr 2009 auf 1.065 im Jahr 2016. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Hebammen, die auch außerklinische Geburten betreuen, von 184 auf 104 zurückgegangen.

Insgesamt ist der Anteil von in Teilzeit in Kliniken arbeitenden Hebammen von 28,9 % im Jahr 1991 auf inzwischen über 70 % gestiegen. Um die Datenlage zu verbessern, soll ab 2019 nicht nur die Zahl der in Kliniken angestellten Hebammen, sondern auch die jeweilige Wochenarbeitszeit in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern erhoben werden. So wird sich ein genaueres Bild der Versorgungssituation in den Arbeitsfeldern Vorsorge, Geburtshilfe und Nachsorge ergeben.

In den letzten Jahren haben in Niedersachsen weitere geburtshilfliche Kliniken vorübergehend oder dauerhaft ihre Kreißsäle geschlossen. Aktuell sind noch 71 Abteilungen für Geburtshilfe (GEB) mit 997 Planbetten in den Niedersächsischen Krankenhausplan aufgenommen.

Die vorliegenden Daten sind Grundlage für die Arbeit im Runden Tisch Hebammenversorgung.

> www.nlga.niedersachsen.de

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, 6.3.2019

Rubrik: Regionales