ADS/ADHS

Hyperaktiv nach intrapartaler Oxytocingabe?

Ist es während der Geburt notwendig, die Wehen zu verstärken, wird dafür synthetisches Oxytocin verwendet. Es steht im Verdacht, als Langzeitwirkung Aufmerksamkeits-Defizit-Erkrankungen (ADS/ADHS) beim Kind hervorzurufen.

In Dänemark wurden nun die Daten aus dem nationalen Geburtenregister für eine Langzeituntersuchung herangezogen. Die Eltern der Kinder, die zwischen 2000 und 2003 geboren waren, wurden mit einem standardisierten und validierten Fragebogen (SDQ) befragt, als ihre Kinder sieben und elf Jahre alt waren. Die Kinder selbst wurden im Alter von elf Jahren befragt. Insgesamt standen mehr als 27.000 Kinder und ihre Eltern zur Verfügung.

In 26 % der Fälle wurde während der Geburt ein Oyxtocintropf eingesetzt.

Es zeigte sich kein Zusammenhang mit dem Auftreten von ADS-/ADHS-Erkrankungen und der Anwendung von Oxytocin. Der Verdacht, dass synthetisches Oxytocin ein Auslöser der Erkrankung sein könnte, wurde mit diesen Daten nicht bestätigt.

Quelle: Stokholm L, Juhl M, Lønfeldt NN et al.: Obstetric synthetic oxytocin use and subsequent hyperactivity/inattention problems in Danish children. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica. 2. April 2018. https://doi.org/10.1111/aogs.13344 DHZ

Rubrik: Geburt