Covid-19-Impfung

Impfstoff von Astra-Zeneca kann für Schwangere genutzt werden

  • Laut der gynäkologischen Fachgesellschaften kann auch Schwangeren der Impfstoff von Astra-Zeneca zur Covid-19-Impfung verabreicht werden.

  • In einer Pressemitteilung informieren die gynäkologischen Fachgesellschaften über eine wichtige Erweiterung ihrer Empfehlungen zu Covid-19-Impfungen mit dem neu zugelassenen Impfstoff von Astra-Zeneca (AZD1222), der den offiziellen Namen »Covid-19 Vaccine AstraZeneca« trägt.

    Da vergleichende Daten der unterschiedlichen Impfstoffe und Impfstofftypen hinsichtlich des Wirkungsgrads und Sicherheitsprofil während der Schwangerschaft oder bei Frauen mit Kinderwunsch derzeit nicht existieren, wird derzeit ein Einsatz des Astra-Zeneca-Impfstoffs bei Schwangeren nur dann empfohlen, wenn nach individueller Abwägung und Aufklärung der potenzielle Nutzen für Mutter und Feten die möglichen Risiken überwiegt. Diese Empfehlung deckt sich mit den Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), des Royal College of Obstetrics and Gynecology (RCOG) und der Ständigen Impfkommission (STIKO).

    In der gemeinsamen Stellungnahme der gynäkologischen Fachgesellschaften wurde die Impfung von Frauen mit Kinderwunsch bislang mit einem der mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna empfohlen. Auch schwangere Frauen können im Rahmen informierter partizipativer Entscheidungsfindung gegen Sars-CoV-2/Covid-19 geimpft werden.

    Eine generelle Impfung aller Schwangeren wird derzeit mehrheitlich von den Fachgesellschaften nicht befürwortet. Sie sollen jedoch nicht grundsätzlich von Impfprogrammen ausgeschlossen werden. Insbesondere Schwangeren mit Vorerkrankungen, einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 oder hohem Expositionsrisiko gegenüber einer SARS-CoV-2-Infektion kann die Impfung angeboten werden. Grundsätzlich soll die Entscheidung über eine Covid-19-Impfung bei Schwangeren in enger Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin, nach Abwägung der individuellen Vorteile und Risiken getroffen werden.

    Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 10.2.2021 · DHZ

    Rubrik: Covid-19

    Erscheinungsdatum: 11.02.2021