Niedersachsen

Internationaler Hebammentag

  • Spaziergang für die Stärkung des Hebammenberufs: Mit dabei waren die Vorsitzenden, Veronika Bujny und Hilke Schauland sowie Hebammen aus Niedersachsen.

  • Zum internationalen Hebammentag am 5. Mai machte der Hebammenverband Niedersachsen e.V. durch zahlreiche dezentrale Aktionen auf die unzureichende Hebammenversorgung rund um die Geburt aufmerksam. Die Forderungen entsprechen dem vom Deutschen Hebammenverband e.V. geforderten Geburtshilfe-Stärkungsgesetz, welches eine Eins-zu-Eins-Betreuung während der Geburt vorsieht. In nur wenigen Ländern ist dies der Fall, aber viele Schwangere wünschen sich eine Hebamme für eine gute Geburt. Momentan ist der Betreuungsschlüssel in den meisten Kliniken nicht transparent, sodass Schwangere und ihre Familien nicht die Möglichkeit haben, sich für die beste Klinik zu entscheiden.

    Der Hebammenverband Niedersachsen sieht zudem die Hebammenbetreuung für Zuhause als nicht mehr selbstverständlich gegeben an, denn es mangelt auch dort deutschlandweit an Hebammen. Ebenso ist die freie Wahl des Geburtsortes nicht mehr garantiert, da viele Kreißsäle schließen bzw. Schwangere wegen Personalmangel abweisen müssen und Hausgeburtshebammen wegen der unzumutbaren Rahmenbedingungen aufgeben.

    Der Verband fordert von der Politik, die Hochschulausbildung sofort umzusetzen und vier Studiengänge in Niedersachsen einzurichten. Die Hebammenausbildung muss als dualer Studiengang, mit vielen Krankenhäusern in ganz Niedersachsen als Praxispartner, eingerichtet werden. So können für die Zukunft ausreichend viele Hebammen ausgebildet werden.

    Quelle: Hebammenverband Niedersachsen e.V., 4.5.2019

    Rubrik: Regionales