Bayern

Internationaler Tag Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

  • 30.000 Frauen leben allein in Deutschland, die Opfer genitaler Beschneidung sind oder werden könnten. Die Beschneidung findet oft unter grausamen Bedingungen in ihren Heimatländern statt.

  • Nach Schätzungen von terres des femmes leben in Deutschland über 30.000 Frauen, die von genitaler Beschneidung betroffen oder bedroht sind. „Diese Zahlen sind erschreckend. Weibliche Genitalverstümmelung ist eine eklatante Menschenrechtsverletzung und durch nichts zu rechtfertigen.“, so Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich des Internationalen Tags am 6. Februar in München. „Bereits seit 2010 hat Bayern einen eigenen Straftatbestand gegen weibliche Genitalverstümmelung als unmissverständliches Signal an die Täter und zum Schutz der Opfer gefordert. Dieser ist mit § 226 a StGB im September 2013 in Kraft getreten. Die Verstümmelung weiblicher Genitalien war schon nach geltendem Recht als gefährliche Körperverletzung strafbar. Künftig wird dies als Verbrechen eingestuft, das mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr bedroht ist. (…) Vor allem ist dies eine Botschaft an die Täter, sich endlich von diesen schrecklichen und frauenverachtenden Traditionen zu lösen.“

    (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, 5.2.2014; DHZ 3/2014)

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 01.03.2014