Beckenendlage

Kann das Entleeren der Blase den Erfolg einer äußeren Wendung unterstützen?

  • Eine Leere Harnblase unterstützt das Gelingen der äußeren Wendung

  • Für eine erfolgreiche äußere Wendung sind bereits viele Einflussfaktoren untersucht worden. Der Füllstand der Harnblase war bisher noch nicht im Fokus der Aufmerksamkeit.

    Eine prospektive Studie untersuchte nun 500 Frauen, die zwischen 2001 und 2012 einen Termin zu einer äußeren Wendung hatten. Die Studiengruppe hatte ein Blasenvolumen von unter 400 ml. Passend dazu wurden in allen Begleitfaktoren entsprechende Patientinnen mit einem Blasenvolumen von 400 ml und mehr ausgewählt und miteinander vergleichen.

    Die äußere Wendung gelang in 80 % der Fälle in der Studiengruppe (<400ml) und in 64,3 % der Kontrollgruppe. Die Studienergebnisse zeigten, dass die äußere Wendung bei Mehrgebärenden, älteren Frauen, dorsal liegender Plazenta und bei einem höheren Fruchtwasservolumen signifikant häufiger gelang.

    Es zeigte sich jedoch auch, dass eine weniger gefüllte Harnblase ein unabhängiger Erfolgsfaktor für die äußere Wendung darstellt.

    Frauen sollten vor der äußeren Wendung die Harnblase also noch einmal entleeren, um die Chance auf eine erfolgreiche Wendung zu erhöhen.

    Levin G et al. The role of bladder volume in the success of external cephalic version. EJOG. 2018 https://www.ejog.org/article/S0301-2115(18)31010-8/fulltext DHZ

    Rubrik: Beruf und Praxis