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Kassen befürworten Grundsatzdebatte zu Bluttests vor der Geburt

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) befürworten eine gesellschaftliche Diskussion über Bluttests für Schwangere etwa auf ein Down-Syndrom des Kindes. „Diese grundlegende ethische Debatte gehört in den Deutschen Bundestag, dort muss entschieden werden“, so die Chefin des GKV-Spitzenverbands Doris Pfeiffer. In den laufenden Beratungen und Anhörungen beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) von ÄrztInnen, Krankenkassen und Kliniken gehe es nicht um die Zulassung der Tests, die seit Jahren verfügbar seien. Es gehe allein um die Frage, ob sie von den Kassen finanziert werden sollen, Frauen sie selbst bezahlen müssen oder auf riskantere Fruchtwasseruntersuchungen verwiesen werden, die bereits Kassenleistung sind.

Die grundsätzliche Frage, „ob wir als Gesellschaft überhaupt wollen, dass solche Tests durchgeführt werden und, falls ja, unter welchen Bedingungen“, könne aber nicht das Gesundheitswesen klären. „Dies muss von der gesamten Gesellschaft entschieden werden, vertreten durch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages“, so Pfeiffer.

Quelle: dpa, 8.4.2019 DHZ