Katholische Kirche

Papst Franziskus in jedem Fall strikt gegen Schwangerschaftsabbruch

Papst Franziskus hat sich erneut gegen Schwangerschaftsabbrüche ausgesprochen - auch für den Fall, dass es Hinweise auf eine schwerwiegende Erkrankung oder Fehlbildung des Kindes gibt. „Kein Mensch kann als mit dem Leben unvereinbar betrachtet werden, weder wegen seines Alters noch wegen seines Gesundheitszustands“, sagte das Katholikenoberhaupt am 22. Mai bei einer Audienz für TeilnehmerInnen einer vom Vatikan mitorganisierten Tagung mit dem Titel „Yes to Life!“, bei der es auch um Pränataldiagnostik ging.

„Abtreibung ist nie die Antwort“, sagte Franziskus und warnte davor, Pränataldiagnostik für „selektive Zwecke“ zu nutzen. Er ermunterte ÄrztInnen, Lösungen zu finden, „die die Würde eines jeden Menschenlebens respektieren“ und Familien zu unterstützen, die ein krankes Kind auf die Welt bringen wollen. „Oft hinterlassen diese wenigen Stunden, in denen eine Mutter ihr Kind wiegen kann, eine Spur im Herzen dieser Frau, die sie nie vergessen wird.“

Während der Audienz wiederholte er einen Vergleich, mit dem er im vergangenen Jahr für Empörung gesorgt hatte: Er stellte den Schwangerschaftsabbruch mit dem Anheuern eines Auftragsmörders gleich.

Quelle: dpa, 25.5.2019DHZ