Populationsbasierte Studie aus Schweden

Kein Zusammenhang zwischen Geburtsmodus und späterem Übergewicht

  • Eine Untersuchung aus Schweden konnte keinen Zusammenhang zwischen dem Geburtsmodus und dem späteren Gewicht des Kindes feststellen.

  • Neigen per Kaiserschnitt geborene Kinder später zu Übergewicht? Eine Untersuchung aus Schweden wertete Daten von 100.000 Männern aus – die bislang größte Stichprobe zu dieser Fragestellung. Einen Zusammenhang zwischen der Art der Entbindung und dem Körpergewicht konnte nicht nachgewiesen werden.

    Die 100.000 18-jährigen Männer wurden in drei Gruppen eingeteilt, je nachdem, auf welche Weise sie zur Welt gekommen waren: durch eine vaginale Geburt, eine elektive oder eine sekundäre Sectio. Anschließend wurde der Body-Mass-Index (BMI) verglichen.

    5,5 % der Männer, die durch einen elektiven Kaiserschnitt zur Welt gekommen waren, waren adipös, 5,6 % derer, die durch eine sekundäre Sectio geboren wurden, ebenfalls. Bei den vaginalen Geburten waren es mit 4,9 % geringfügig weniger.

    Die Studie widerlegt somit alle bisher veröffentlichte Forschungen, dessen Ergebnisse für einen Zusammenhang des Geburtsmodus und späterer Adipositas sprachen.

    Quelle:  Ahlqvist VH et al.: Elective and nonelective cesarean section and obesity among young adult male offspring: A Swedish population-based cohort study. Plos Medicine 2019. doi: https://doi.org/10.1371/journal.pmed.1002996 MDR.de, 10.12.2019 DHZ  

    Rubrik: Geburt

    Erscheinungsdatum: 19.12.2019