Dänische Kohortenstudie

Kein Zusammenhang zwischen MMR-Impfung und Autismus

  • Eine große dänische Kohortenstudie findet keinen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus.

  • In den vergangenen Jahrzehnten haben einige Studien versucht, einen Zusammenhang zwischen der Masern-Mumps-Röteln-Impfung und auftretenden Autismusfällen nachzuweisen. Die bisher größte Studie hat ihre Forschungsergebnisse kürzlich veröffentlicht. In einer landesweiten Studie analysierten dänische ForscherInnen Daten von mehr als 650.000 Kindern, die zwischen 1999 und 2010 geboren wurden. Etwa 6.500 der Kinder wurden mit Autismus diagnostiziert.

    Anders Hviid und seine KollegInnen nutzten diese Datenbank, um nach möglichen Zusammenhängen zwischen Impfung und Autismus zu suchen, sowohl in der Gruppe als Ganzes als auch in besonders gefährdeten Untergruppen. Die Ergebnisse sind klar und eindeutig: Es gab keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem MMR-Impfstoff und Autismus. Dies galt auch für die Untergruppen, wie beispielsweise Kinder, die Geschwister mit Autismus haben oder andere Impfstoffe erhalten hatten. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass der Beginn des Autismus in irgendeiner Form mit dem Zeitpunkt der Impfung zusammenfiel.

    Im Vergleich zu Andrew Wakefields Studie von 1998, die darauf hindeutete, dass es einen Zusammenhang geben könnte, sind die Forschungsergebnisse die einen Zusammenhang zwischen MMR und Autismus ablehnen, beeeindruckend eindeutig. Wakefields Studie wurde seinerzeit in The Lancet veröffentlicht und später wegen vieler Fehler zurückgezogen.

    Quelle: Hviid A et al.: Measles, Mumps, Rubella Vaccination and Autism: A Nationwide Cohort Study. Annals of Internal Medicine. March 2019. https://annals.org/aim/fullarticle/2727726/measles-mumps-rubella-vaccination-autism-nationwide-cohort-studyDHZ

    Rubrik: 1. Lebensjahr

    Erscheinungsdatum: 29.03.2019