Ärzte für Kinder in Not

Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte eine Brücke bauen

Papst Franziskus hat der Dr. Martin Andreas Stiftung – Ärzte für Kinder in Not aus dem niederbayerischen Landau an der Isar für ihr internationales Engagement um sogenannte Spaltkinder gedankt. Nach einer Audienz stärkte er Stiftungsgründer Dr. med. dent. Martin Andreas in seinem Bemühen, das Leben von Kindern mit der angeborenen Fehlbildung zu verbessern.

„Wir bauen Kindern mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte eine Brücke zurück ins Leben“, sagt der Gründer der gleichnamigen Stiftung (www.aerzte-fuer-kinder-in-not.de), die bisher 700 Kindern mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und weiteren 1.600 Slumkindern mit einer basismedizinischen Versorgung in mehr als zehn Ländern helfen konnte.

Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zählt zu den häufigsten Fehlbildungen bei Neugeborenen auf der Welt. Jedes 500. Kind in Deutschland kommt damit auf die Welt. In Indien sei die Zahl wesentlich höher, so Andreas, rund 10 Prozent der Spaltkinder sterben dort sogar vor der rettenden Operation. „Neugeborene können mit einer Gaumenspalte nicht gestillt werden, weil sie mit ihrem Mund keinen Unterdruck aufbauen können.“

Sobald das Kind im ersten Lebensjahr narkosefähig ist, genügt laut Dr. Martin Andreas ein Eingriff, der rund 250 Euro kostet. Ziel sei es, dass die Kinder wieder richtig kauen, schlucken und sprechen können.

(Presseportal, 13.5.2016)

Rubrik: Politik & Gesellschaft

Erscheinungsdatum: 13.07.2016