Cephalo-pelvines Missverhältnis

Kopf-Becken-Index unbrauchbar

  • Eine Studie aus Finnland bestätigt erneut, dass der Kopf-Becken-Index sich zur Vorhersage des Geburtsmodus nicht bewährt hat.

  • In einem Krankenhaus in Nordkarelien, Finnland, wurden 274 Frauen untersucht, inwieweit sich durch Röntgenaufnahmen oder MRT-Untersuchungen ein cephalo-pelvines Missverhältnis vorhersagen lässt.

    Bei den untersuchten Frauen wurde das Becken bei Verdacht auf ein Missverhältnis röntgenologisch beziehungsweise per MRT ausgemessen. Aufgrund der Daten wurde aufgrund von Beckeneingangsgröße, fetalem Kopfumfang und mütterlichem Alter ein Risikoindex für eine Sectio erstellt und ein Grenzwert festgelegt.

    242 der untersuchten Frauen gebaren spontan und 32 per Sectio. Die Rate der tatsächlich notwendig gewordenen Sectiones liegt um acht Prozent niedriger als vorhergesagt. Nach Auswertung der Vorhersagen und der tatsächlichen geburtshilflichen Ergebnisse hat sich der Kopf-Becken-Index klinisch nicht bewährt. Die Ergebnisse dieser Studie erhärten die Resultate früherer Studien.

    (Korhonen, U.; Taipale, P.; Heinonen, S.: Fetal pelvic index to predict cephalopelvic disproportion – a retrospective clinical cohort study. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica. published online: 7.3.2015/2015)

    Rubrik: Schwangerschaft

    Erscheinungsdatum: 07.04.2015