Frankreich

Künstliche Befruchtung auch für Lesben und unverheiratete Paare?

In Frankreich soll auch lesbischen Paaren und unverheirateten Frauen eine künstliche Befruchtung erlaubt werden. Die Nationalversammlung begann am 24. September in Paris damit, ein neues Bioethikgesetz zu beraten. Gesundheitsministerin Agnès Buzyn sprach von einer Chance für die Gesellschaft.

Bisher ist die künstliche Befruchtung nur heterosexuellen Paaren erlaubt, die keine Kinder zeugen können. Sie müssen verheiratet sein oder mindestens zwei Jahre zusammenleben. Katholische Verbände stellten sich gegen die Reform.

Buzyn hatte bereits im Sommer angekündigt, dass die Leihmutterschaft weiter verboten bleibe. Das neue Gesetz sieht auch das Ende der Anonymität der Samenspende vor. Ein Mann muss zukünftig akzeptieren, dass das geborene Kind bei Volljährigkeit bestimmte Informationen über den Spender erfahren darf.

In Deutschland steht die künstliche Befruchtung theoretisch allen Frauen offen - für alleinstehende oder lesbische Paare ist es dennoch häufig schwierig.

dpa, 24.9.2019/DHZ

Rubrik: Politik & Gesellschaft

Erscheinungsdatum: 25.09.2019