30 Jahre Kinderrechte

Laut Unicef sind Kinder neuen Gefahren ausgesetzt

  • Eine positive Entwicklung: Immer mehr Kinder weltweit besuchen die Grundschule.

  • Zwar leben Kinder weltweit immer länger und sind auch gesünder als in den vergangenen drei Jahrzehnten, dafür sind sie aber neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel ausgesetzt. Das geht aus einem 18. November 2019 veröffentlichten Bericht des Kinderhilfswerks Unicef zu 30 Jahren Kinderrechte hervor. Unicef-Geschäftsführerin Henrietta Fore sagte, zusätzlich zu den anhaltenden Herausforderungen in Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung müssten sich Kinder heute mit neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing auseinandersetzen.

    In dem Bericht heißt es, die weltweite Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren sei im Vergleich zu 1989 um rund 60 % gesunken. Mehr Kinder gingen in die Grundschulen und die Rechte der Kinder hätten die Gesetze in vielen Ländern positiv beeinflusst.

    Allerdings seien die Fortschritte nicht gleichmäßig verteilt: Die unter Fünfjährigen in armen Haushalten würden doppelt so häufig sterben wie Kinder aus wohlhabenderen Haushalten in Entwicklungsländern.

    Nur die Hälfte der Kinder in Ländern südlich der Sahara sei gegen Masern geimpft. Einige Mädchen seien heute stärker von einer Kinderheirat bedroht als 1989. Unicef zufolge sind Kinder am stärksten von den Auswirkungen der Klimakrise bedroht. Fore forderte „Innovation, neue Technologien, politischen Willen und mehr Ressourcen“, um das Leben der jungen Menschen zu verbessern.

    Quelle: dpa, 18.11.2019 DHZ

    Rubrik: Politik & Gesellschaft

    Erscheinungsdatum: 20.11.2019