Prospektive Beobachtungsstudie

Levatorverletzungen bei instrumenteller Geburtsbeendigung

Forzepsgeburten gehen mit einer Rate von 35 bis 65 % an Levatorverletzungen einher. Unbekannt bisher ist die Rate der Levatorabrisse bei Vakuumextraktionen. Ziel dieser prospektiven Beobachtungsstudie war es, die Levatoravulsionen in Abhängigkeit von der Art der Instrumente zu beschreiben.

263 Geburten bei Erstgebärenden wurden entweder mit einer Kielland-Zange (n = 101) oder mit Hilfe der Malmström-Vakuumglocke (n = 162) beendet. Sechs Monate post partum wurden mögliche Levatorverletzungen mittels translabialem 3D/4D Ultraschall untersucht. Regelhaft occipito‐anterior eingestellte Kinder wurden häufiger per Vakuumextraktion (75 % vs. 56 %) und alle anderen Einstellungen häufiger per Forzeps (25 % vs. 44 %) beendet. Der Höhenstand des Kopfes bei Beginn unterschied sich in beiden Gruppen nicht.

Es zeigte sich am Ende kein signifikanter Unterschied für die Häufigkeit von Levatoravulsionen zwischen Vakuumextraktion und Forzeps (41,4 % vs. 38,6 %).

Die AutorInnen schließen daraus, dass in ihrer Population die Auswahl des Instrumentes nicht unter besonderer Berücksichtigung der Levatorverletzung stattfinden sollte.

Quelle: Garcia-Mejido JA: A comparable rate of levator ani muscle injury in operative vaginal delivery (forceps and vacuum) according to the characteristics of the instrumentation. AOGS 2019. https://doi.org/10.1111/aogs.13544 DHZ

Rubrik: Geburt