Feinstaubbelastung in der Schwangerschaft

Luftverschmutzung beeinflusst Wachstum und Entwicklung des Feten

Mikroskopische Partikel, die von schwangeren Frauen eingeatmet werden, schädigen laut einer Studie der Rutgers University in New Jersey (USA) die Entwicklung des Herz-Kreislauf-Systems von Föten. Am Anfang des ersten Trimenons und gegen Ende des dritten sind Mutter und Kind am stärksten von der Luftverschmutzung betroffen. Laut Forschungsleiterin Phoebe Stapleton sollten schwangere Frauen, Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger sein könnten, und jene, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen, bekannte Bereiche mit höherer Luftverschmutzung meiden oder an Tagen mit starkem Smog im Haus bleiben.

Was die Mutter einatmet, beeinflusst ihr Kreislaufsystem, das sich permanent anpasst, um den wachsenden Fetus mit Blut zu versorgen. Der Kontakt mit diesen Schadstoffen kann die Blutgefäße verengen, damit den Blutfluss zum Uterus verringern und dem Fetus Sauerstoff und Nährstoffe entziehen. Die Folge können verzögertes Wachstum und Entwicklung sein. Möglich sind auch verbreitete Schwangerschaftskomplikationen wie eine intrauterine Wachstumsrestriktion.

Bis zum Jahr 2025 soll die weltweite Produktion von Titandioxid in Nanopartikelform 2,5 Mio. metrische Tonnen erreichen. Die sehr kleinen Partikel sind nicht nur in der Luftverschmutzung enthalten, sondern werden häufig auch bei Pflegeprodukten wie Sonnenschutz oder Gesichtspuder eingesetzt.

Quelle: Stapelton P A et al.: Effect of Gestational Age on Maternofetal Vascular Function Following Single Maternal Engineered Nanoparticle Exposure 2019. Cardiovasc Toxicol. 2019 Feb 7. doi: 10.1007/s12012-019-09505-0Pressetext, 11.3.2019 DHZ

Rubrik: Schwangerschaft

Erscheinungsdatum: 15.03.2019