Mecklenburg-Vorpommern

Mehr Schwangerschaftsabbrüche

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern leicht gestiegen. 2019 ließen nach Angaben des Sozialministeriums 2.291 Frauen eine Schwangerschaft beenden, im Jahr darauf 2.318. Ob die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Rolle gespielt haben, könne nicht eingeschätzt werden, erklärte das Ministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag. Die sechs häufigsten Gründe, die Frauen für einen Abbruch angegeben haben, seien demnach: Angst vor Überforderung, zu hohe Belastung, abgeschlossene Familienplanung, zurzeit kein Kinderwunsch, berufliche Situation der Frau, finanzielle Situation.
Offenbar sei es in den Schwangerschaftsberatungen auch weniger gelungen, Frauen die Ängste zu nehmen, damit diese sich für das Kind entscheiden. Die familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, forderte höhere Löhne, eine eigenständige Grundsicherung für Kinder und ausreichend Betreuungsmöglichkeiten. Zudem müssten Information und Beratung für Schwangere und Familien verbessert werden.

Quelle: dpa, 25.6.2021 · DHZ

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 08.07.2021