Deutscher Hebammenverband

Arbeitssituation in Kliniken muss sich verbessern

Am 10. Januar hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ein neues Gutachten zur stationären Hebammenversorgung in Deutschland veröffentlicht. Unter anderem bestätigt dieses die Notwendigkeit, die Arbeitssituation von Hebammen in Kliniken zu verbessern. Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) hat bereits im Februar 2019 dem Bundesgesundheitsministerium die Eckpunkte für ein Geburtshilfestärkungsgesetz übergeben und sieht sich durch das neue Gutachten in seinen Forderungen bestärkt.

Die Forderungen des DHV reichen von einem besseren Personalschlüssel über Entlastungen von berufsfremden Tätigkeiten bis hin zum Abbau hierarchischer Strukturen. Dadurch würde der Hebammenberuf attraktiver, bestätigen auch die Ergebnisse des aktuell veröffentlichten Gutachtens. „Hebammen ergreifen den Beruf, weil sie Frauen während der Geburt empathisch zur Seite stehen möchten. Die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern ermöglichen jedoch nur für 16 % der Kolleginnen die Eins-zu-eins-Betreuung von Gebärenden“, so Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV. „Dass eine Hebamme ihre Tätigkeit so ausüben kann, wie es ihren Ansprüchen an die eigene Arbeit entspricht, ist bei uns keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Dann werden die Hebammen wieder gerne und zahlreich in der klinischen Geburtshilfe arbeiten.“

Quelle: DHV, 13.1.2020

Rubrik: Politik & Gesellschaft

Erscheinungsdatum: 13.01.2020