Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Neues Konzept für Masterstudiengänge

Das Departement Gesundheit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelt seine Masterstudiengänge Hebamme, Pflege und Physiotherapie weiter. Dahinter steht die Aufhebung der Kooperationsstudiengänge mit den Fachhochschulen Bern und St. Gallen. Die drei Schulen haben sich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zum 30. Juni 2019 zu beenden. Dieser Schritt erlaubt der ZHAW, die Masterstudiengänge inhaltlich zu schärfen sowie flexibler an Entwicklungen im Gesundheitswesen anzupassen. Die Neuausrichtung stärkt insbesondere die interprofessionelle Ausrichtung und die Nutzung interner Synergien. Die drei Berufsgruppen Hebammen, Pflege und Physiotherapie haben über die berufsspezifischen Anforderungen hinaus einen ähnlichen Bedarf an weiterführenden Kompetenzen.

So werden die Grundlagen für die Rolle als Advanced Practicioner, also zu Aufgaben, die über das traditionelle Tätigkeitsgebiet hinausgehen, künftig in gemeinsamen interprofessionellen Modulen vermittelt. Dazu gehören zum Beispiel Gesundheitspolitik, Pharmakologie oder die Kommunikation.

Die interprofessionellen Lehrsettings stärken die Verständigung und die Kooperation zwischen den Professionen, was in der klinischen wie auch in der wissenschaftlichen Arbeit zunehmend wichtiger wird. Darüber hinaus erhalten die Studierenden der drei Masterstudiengänge gemeinsam Unterricht in Forschungsmethoden. Diese werden mittels „blended learning“ umgesetzt. Dabei werden verstärkt Online-Lehr- und -Lernmethoden mit den traditionellen Vorlesungen, Seminaren und Tutorials gemischt.

Quelle: Vitamin G Nr. 5, November 2018