Schleswig-Holstein

Notfallkonzept für Geburtshilfe auf Sylt gefordert

Ein Jahr nach der Schließung der Geburtsstation auf der Insel Sylt fahren die meisten Schwangeren zur Geburt aufs Festland. 2014 wurden dennoch neun Babys auf der Insel geboren, 2015 bereits zwei.

Da es keinen Notfallplan gibt und die drei Hebammen keine Rufbereitschaft haben, ist die derzeitige Situation auf Sylt schwierig für die Schwangeren und auch die Hebammen. Die Geburtshelferinnen haben daher jetzt gemeinsam mit ihrem Anwalt ein Schreiben an das Gesundheitsministerium in Kiel auf den Weg gebracht, in dem gefordert wird, die Hebammen mit in ein Notfallkonzept aufzunehmen.

Der Normalfall indes ist geregelt. Die werdenden Mütter sollen bis zu zwei Wochen vor der Geburt die Insel verlassen. In Flensburg und Niebüll werden sie in der Nähe der Kliniken kostenlos untergebracht, bis es soweit ist.

(Hamburger Abendblatt, 1.2.2015; DHZ)

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 18.03.2015