Brandenburg/Hamburg

Nur wenige Anträge auf drittes Geschlecht

Im ersten Jahr nach der Einführung des dritten Geschlechts haben sich in den großen Städten Brandenburgs nur wenige Menschen bei den Standesämtern als „divers“ eintragen lassen. Nach einer Umfrage unter den vier kreisfreien Städten des Landes sind im Jahr 2019 im Standesamt von Potsdam drei Anträge und in Brandenburg/Havel ein Antrag eingegangen. Frankfurt/Oder meldete keinen Antrag und in Cottbus wurde ein neugeborenes Kind als „divers“ registriert.

In allen sieben Hamburger Bezirken sind seit Januar 2019 acht Erklärungen entgegengenommen worden. Insgesamt haben in den vergangenen zwölf Monaten 31 Menschen in Hamburg ihr Geschlecht offiziell ändern lassen. In den meisten Fällen – 15 Mal – entschieden sich Frauen dazu, künftig als Mann leben zu wollen. Bei Neugeborenen ist dort von der Möglichkeit, das Kind als „divers“ registrieren zu lassen, kein Gebrauch gemacht worden.

Quelle: dpa, 27.12.2019, 15.1.2020

Rubrik: Regionales

Erscheinungsdatum: 15.01.2020